Kinder & Jugendliche

 

Schöne und gerade Zähne sind attraktiv, sie signalisieren Gesundheit, Lebensfreude und Power. Sie sind ein Blickfang und geben Dir Selbstvertrauen. Ein strahlendes Lächeln mit gepflegten und gesunden Zähnen öffnet Tür und Tor.

Schiefe Zähne dagegen zeigt niemand gern und auch ein Lachen hinter vorgehaltener Hand muss nicht sein! In den wenigsten Fällen "stimmts" im Mund jedoch von Anfang an. Hier hilft dir eine kieferorthopädische Behandlung!

 

Die häufigste Ursache für Zahn- und Kieferfehlstellungen liegen in genetischen Veranlagungen, sind also vererbt.

 

So treten beispielsweise:

 

  • stark hervorstehende obere Zähne (sog. "Hasenzähne")
  • Unterkiefer-Rücklage (Retrognathie)
  • vorverlagerter Unterkiefer (Progenie)
  • Nichtanlagen oder Doppelanlagen von Zähnen
  • zu schmale Kiefer mit starken Engständen
  • gehäuft in den verschiedenen Generationen einer Familie auf.

 

Aber auch äußere Faktoren wie Lutschgewohnheiten (Daumen, Schnuller) oder andere schädliche Angewohnheiten wirken sich nachteilig auf Zähne und Kiefer aus.

 

Gleiches gilt für einen zu frühen Verlust der Milchzähne durch Karies oder Trauma, weil der Platzverlust zu unkontrollierten Zahnwanderungen führen kann.

 

Je nach Art und Schwere der Fehlstellungen stehen uns die verschiedensten Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung.

  • BEHANDLUNGSPLANUNG

    Die Auswahl der "richtigen Zahnspange" setzt eine umfangreiche und präzise Diagnostik und eine sorgfältige Planung voraus. Dabei werden die individuellen Wünsche eines jeden Patienten, aber natürlich auch medizinische Gesichtspunkte berücksichtigt.

     

    In unserer Praxis gehört hierzu eine ausführliche Untersuchung des Patienten, bei der die Körperhaltung, Muskelfunktionen, Zungen- und Lippenhaltung beurteilt werden sowie die Stellung der Kiefer zueinander, die Beweglichkeit und Funktion der Kiefergelenke, der Zustand des Zahnhalteapparates und der Zahnbefund bewertet wird.

     

    Neben den üblichen Abdrücken von Ober- und Unterkiefer, Röntgenaufnahmen der Zähne und Kiefer und einer Serie von Fotos können in manchen Fällen zusätzliche diagnostische Maßnahmen erforderlich werden:

     

    • spezielle dreidimensionale Röntgenaufnahmen (DVT-digitale Volumentomographie)
    • Magnetresonanz-Tomographie der Kiefergelenke (MRT)
    • funktionsdiagnostische Maßnahmen der Kiefergelenke
    • Registrierung der Biss-Situation in einem Kausimulator (Artikulator)
    • dreidimensionale  Simulation des Behandlungsverlaufes (Invisalign Teen)
    • virtuelle  "Vorher-Nachher" Simulation (Invisalign-Teen)

     

    Alle diese Befunde ergeben gemeinsam die "Bausteine" für die richtige Diagnose. Erst wenn dieses "Mosaik" zusammengesetzt ist, können wir die einzelnen Therapieschritte planen und unseren Patienten individuelle Behandlungsmöglichkeiten und -Alternativen aufzeigen.

  • FESTSITZENDE ZAHNSPANGEN

    Die festsitzende Zahnspange wird grundsätzlich zur Korrektur aller Arten von Zahnfehlstellungen eingesetzt.

     

    Brackets sind kleine Metallplättchen, die mit einem Spezialkleber auf den Zähnen befestigt werden. Im Bracket ist ein kleiner Schlitz eingearbeitet, in den ein Draht eingelegt wird. Dadurch ist eine körperliche Zahnbewegung (d.h. Bewegung der Zahnwurzeln in die gewünschte Position) mit der festen Zahnspange überhaupt möglich. In unserer Praxis kommen grundsätzlich vorprogrammierte Apparaturen (Straight-Wire-Appliance) zur Anwendung. Durch die im Bracket eingearbeiteten Informationen über Kronen- und Wurzelstellung eines Zahnes verläuft die Behandlung schneller und das Ergebnis ist präziser, es müssen weniger Drahtschlaufen gebogen werden als bei herkömmlichen, unprogrammierten Brackets.

     

    Welche Brackets und Materialien kann man wählen?

     

    1. Selbstligierende Brackets, die sanfte Zahnkorrektur

     

    Mit diesen modernen Brackets erzielt man durch leichtere Kräfte und weniger Reibung eine schonende, medizinisch optimale Behandlung mit deutlich verkürzter Behandlungszeit und einem erhöhten Tragekomfort. Diese kleinen Brackets haben den großen Vorteil, dass kein Befestigungsgummi oder -draht verwendet werden muss, dadurch wird die Gleitmechanik optimiert, die Zähne bewegen sich schneller und auch die Zahnhygiene wird erheblich leichter.

     

    2. Keramikbrackets, die ästhetische Zahnkorrektur

     

    Diese Brackets sind zahnfarben und fallen so deutlich weniger auf. Unsere Keramik-Brackets sind transparent, bekommen keine Flecken und verfärben sich nicht. Sie sind durch die glatten, abgerundeten Kanten gut zu reinigen, hygienisch und verbinden so einen hohen Tragekomfort mit guter Ästhetik.

     

    3. Incognito-Brackets, die unsichtbare Zahnkorrektur

     

    Die Incognito Zahnspange ermöglicht eine unauffällige Korrektur der Zähne, da die Brackets auf der Innenseite der Zähne befestigt werden. Dies bietet sich für alle Patienten an, die aus beruflichen und ästhetischen Gründen keine sichtbare Korrektur wünschen und trotzdem nicht auf gerade Zähne verzichten möchten. Incognito-Brackets können unabhängig vom Alter alle Arten von Zahnfelstellungen korrigieren.

     

    4. Superelastische Behandlungsbögen

     

    Mit diesen Drähten werden die Zähne während der Behandlung in die richtige Position bewegt. Durch die speziellen Materialzusammensetzungen und Materialeigenschaften üben diese Bögen einen gleichbleibenden, geringen Druck auf die Zähne aus. Die Kraftübertragung entspricht nur etwa 20-40% der Kraft von Stahlbögen! Dadurch werden die Zahnbewegungen weniger schmerzhaft. Die Zähne werden schneller und schonender in den Zahnbogen eingeordnet - die Behandlung erfordert weniger Kontrolltermine und wird insgesamt als angenehmer empfunden.

     

    Wann wird eine feste Zahnspange eingesetzt?

     

    Wenn alle bleibenden Zähne durchgebrochen sind (ca. ab dem 11.-12. Lebensjahr) und Zahnfehlstellungen korrigiert werden müssen, z.B. wie Eng- und Außenstände, Drehungen, Kippungen usw. . Brackets können bei gesunden Zähnen und Zahnhalteapparat in jedem Alter eingesetzt werden.

     

    Wie lange dauert die Behandlung?

     

    Je nach Ausmaß der Zahnfehlstellung dauert eine Behandlung mit Brackets 1 ½ bis 2 ½ Jahre. Die Kontrolltermine in der Praxis finden ca. alle 4-6 Wochen statt.

     

    Was ist bei der Behandlung zu beachten?

     

    Eine gute Mundhygiene ist Voraussetzung für die Behandlung mit Brackets. Da die Selbstreinigung der Zähne durch die Apparatur erschwert wird, steigt das Kariesrisiko und die Gefahr zur Entstehung von Erkrankungen des Zahnhalteapparates. Wie Zahnschäden während der Behandlung vermieden werden können erfahren Sie unter dem Info-Punkt „ Prophylaxe“.

     

    Nach Eingliederung der Brackets und Aktivierung der Apparatur während der Behandlung können die Zähne durch den ungewohnten Druck etwas empfindlich werden. Vor allem in den ersten Tagen nach dem Kleben der Brackets können die Wangen leicht aufgerieben werden. Die Beschwerden verschwinden nach wenigen Tagen der Eingewöhnung. Durch intensive Einweisung und Aufklärung im Umgang mit der festen Zahnspange gibt unser Team wirkungsvolle Hilfen um einen möglichst angenehmen Start in die Behandlung zu ermöglichen.

  • LOCKERE ZAHNSPANGEN

    Die Behandlung mit herausnehmbaren Geräten, also die "losen Zahnspangen", werden hauptsächlich bei Kindern während der Wachstums- und Zahnwechselphase angewendet. Je nach Einsatzbereich bestehen sie aus Kunststoff, Drahtelementen, Halteelementen und Schrauben.

     

    Die Behandlung mit herausnehmbaren Zahnspangen erfordert ein hohes Maß an Disziplin, da der Behandlungserfolg sehr von der Tragezeit und der Mitarbeit des Patienten abhängt. Jede herausnehmbare Zahnspange sollte so oft wie möglich getragen werden, nachts immer, tagsüber 3-4 Stunden. Beim Essen, beim Sport und zum Zähneputzen wird die Zahnspange aus dem Mund genommen.

     

    In unserer Praxis finden die verschiedensten herausnehmbaren Geräte Anwendung wie z.B. Aktivatoren, Vorschubdoppelplatten, Bionatoren, Funktionsregler, aktive Platten u.v.m.

     

    Beim noch wachsenden Patienten können die meisten Kieferfehlstellungen mit herausnehmbaren, funktionskieferorthopädischen Geräten gut behandelt werden. Diese Geräte "aktivieren" die körpereigene Muskulatur von Lippen, Wangen, Zunge und können bei entsprechender Tragezeit und Wachstumsaktivität der Kiefer den Ober- und Unterkiefer in die richtige Position zueinander bringen.

     

    Was ist bei der Behandlung mit herausnehmbaren Zahnspangen zu beachten?

     

    Um einen Behandlungserfolg zu erzielen ist es wichtig, dass die Geräte mindestens 15 Stunden pro Tag getragen werden. Das erfordert viel Disziplin, Geduld und Ausdauer.

     

    Der Sitz der Zahnspangen wird alle 6-8 Wochen von uns Kieferorthopädinnen kontrolliert und die Federn und Halteelemente aktiviert. Sofern Schrauben oder Federchen eingebaut sind, werden diese vom Patienten selbst alle 1-2 Wochen nachgestellt.

     

    Nach der Aktivierung kann kurzzeitig Druck an den Zähnen entstehen. Wenn stärkere Beschwerden auftreten, z.B durch verbogene Halteklammern oder Druckstellen sollte die Praxis kurzfristig aufgesucht werden.

     

    Im Gegensatz zur festsitzenden Zahnspange können alle "losen Zahnspangen" zum Essen herausgenommen werden und eine einfache und gründliche Mundhygiene ist gewährleistet.

     

    Alle "losen Zahnspangen" sind Sonderanfertigungen für jeden einzelnen Patienten. Deshalb muss die Zahnspange besonders sorgfältig behandelt und regelmäßig morgens uns abends gereinigt werden. Zur sicheren Aufbewahrung und zum Transport bekommen all unseren Patienten eine spezielle Spangendose von uns.

  • MODERNE APPARATUREN

    Moderne kieferorthopädische Apparaturen

     

    Unsere modernen kieferorthopädischen Behandlungsgeräte, die sogenannten "Non-Compliance-Apparaturen" können einerseits Kieferfehlstellungen praktisch unabhängig von der Mitarbeit des Patienten korrigieren, andererseits bieten Sie die Möglichkeit die Behandlung insgesamt unauffälliger zu gestalten.

     

    Non-Compliance Geräte kommen vor allem bei der Behandlung Jugendlicher und Erwachsener zum Einsatz, wenn herausnehmbare oder sichtbar zu tragende Behandlungsgeräte aufgrund der sprachlichen und ästhetischen Beeinträchtigung nicht erwünscht sind.

     

    Bite-Fixer/ SUS-Federn u.ä.

     

    Diese "intermaxillären Federn" können einen zurückliegenden Unterkiefer in seine Idealposition zum Oberkiefer bringen, ohne, dass wir auf äußere Hilfsmittel zurückgreifen müssen.

    Die Federn werden während der Behandlung mit den Brackets fest eingesetzt und sind fast gänzlich unabhängig von der Mitarbeit des Patienten.

     

    Herbst-Scharnier

     

    Das Herbst-Scharnier ist ein ständig wirkendes, festsitzendes Gerät, welches kontinuierlich und effizient den Unterkiefer in die gewünschte und richtige Position zum Oberkiefer bewegt. Es kann die Behandlung mit einer herausnehmbaren Apparatur ersetzen, die Behandlungszeit verkürzen und führt ohne Eigeninitiative sicher zum Ziel.

     

    Distal-Jet

     

    Der Distal-Jet ist eine festsitzende kieferorthopädische Apparatur, die im Oberkiefer ein- oder beidseitig die Backenzähne verschieben kann, um Platz für zu eng stehende Zähne zu schaffen oder die Stellung zum Unterkiefer zu korrigieren.

    Bei Einsatz des Distal-Jet kann auf "äußere Hilfsmittel" wie den Außenbogen verzichtet werden, so dass die Behandlung praktisch unsichtbar verläuft.

     

    Minischrauben / Gaumenimplantate

     

    Die Bewegung von Zähnen während einer kieferorthopädischen Behandlung erfolgt durch den Einsatz von Kräften. Damit sich Zähne bewegen muss eine Verankerung oder Abstützung vorhanden sein. Diese Abstützung erfolgt in der Regel an den Zähnen oder an anderen Strukturen des Kopfes.

     

    Mit den kieferorthopädischen Minischrauben / Gaumenimplantaten wurde ein innovatives Verankerungskonzept entwickelt, das die gewünschten Zahnbewegungen schonend und schnell ermöglicht. Dadurch hat sich das Spektrum der Behandlungen erweitert, die Entfernung gesunder Zähne kann eher vermieden werden, auf den Einsatz auffälliger "äußerer Hilfsmittel" wie den Außenbogen kann verzichtet werden.

  • NACH DER ZAHNREGULIERUNG

    Der schwierigste und aufwendigste Teil der kieferorthopädischen Behandlung ist geschafft! Die Zähne stehen optimal und das Lächeln ist auch viel schöner geworden!

     

    Die aktive Behandlungsphase ist beendet. Dennoch: Die Zähne bewegen sich immer noch- auch nach ihrer Korrektur.

     

    Je umfangreicher und schwieriger die Zahnkorrektur war, desto mehr neigen die Zähne dazu, in ihre alte Position zurückzuwandern.

     

    Das kann verschiedene Ursachen haben:

     

    • das Wachstum des Kiefers ist noch nicht beendet
    • der Druck der Wange oder anderer Muskeln (Lippe, Zunge) verändert die Zahnstellung z.B. fester Druck auf die Zähne während der Nacht (Knirschen , Pressen mit den Zähnen)
    • zusätzlicher Druck von Zähnen, die noch im Kiefer liegen (z.B. Weisheitszähne)

     

    Im Übrigen verändert sich der gesamte Körper während des "Älterwerdens" und passt sich seiner Umwelt an. So auch die Zähne und ihr Halteapparat.

     

    Damit es jedoch nicht zu einem "Rückfall" kommt und die Idealzahnstellung erhalten bleibt, sollten die Zähne über längere Zeit - in manchen Fällen auch ein Leben lang - stabilisiert und gehalten werden.

     

    Dies kann sowohl mit herausnehmbaren Geräten (lose Zahnspangen), durchsichtigen Schienen oder auch mit festsitzenden und geklebten Drähten (Retainern) auf der Zahninnenseite geschehen.

     

    Welches Gerät das Behandlungsergebnis sichert und wie lange dieses getragen werden sollte, wird mit jedem Patienten in einem Abschlussgespräch ausführlich besprochen.

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DR. MENGEL & DR. METKE

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